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Konsolidierung isolierter Statistikapplikationen zu einem unternehmensweiten Data Warehouse in einem Versicherungsunternehmen
Die Suva ist, als selbständige Unternehmung des öffentlichen Rechts die wichtigste Trägerin der obligatorischen Unfallversicherung in der Schweiz. Sie versichert rund 1,8 Millionen Berufstätige gegen Berufsunfälle, Berufskrankheiten und ausserberufliche Unfälle. Zur Befriedigung des internen Informationsbedarfs und zur Erzeugung externer Statistiken hat die Suva in der Vergangenheit eine Vielzahl von isolierten Statistikapplikationen aufgebaut.
Diese Informationsinseln wiesen aus fachlicher und technischer Sicht deutliche Schwachstellen auf. Um den Herausforderungen der Unternehmensführung und Statistikerstellung zukünftig effizient gerecht zu werden, wurde ein unternehmensweites Data Warehouse mit einer State of the Art-Architektur aufgebaut.
Zielsetzung des Projektes In Vergangenheit ist bei der Suva eine Landschaft der analytischen Systeme gewachsen, welche den Benutzer aus verschiedenen Anwendungen mit entscheidungsrelevanten Informationen versorgt. Bedingt durch die lange Zeitspanne, in welcher die einzelnen Anwendungen implementiert wurden, sind diese untereinander oft nicht koordiniert. Die Landschaft der analytischen Systeme weist denn auch verschiedene Schwachstellen auf. Das unternehmensweite Data Warehouse setzt an den Schwachstellen dieser Landschaft der analytischen Systeme an und schafft eine State-of-the-Art-Lösung für die Integration, Aufbereitung und die Verteilung unternehmensweiter Informationen. Für die langfristige Entwicklung des unternehmensweiten Data Warehouse wurde ein Programmplan erstellt. Die erste Realisierungseinheit umfasst neben dem Analysebereich Kundenauswertung den Aufbau eines unternehmensweiten MIS für die Versorgung der Prozessverantwortlichen mit relevanten Leistungskennzahlen.
Anforderungen An das unternehmensweite Data Warehouse der Suva werden die folgenden zentralen Anforderungen gestellt:
Integration aller dispositiv relevanter Informationen in eine zentralen Datenbasis. Aufbau einer Plattform für die unternehmensweite Datenintegration für operative und dispositive Bedürfnisse Abteilungsübergreifende Harmonisierung und Dokumentation von Definitionen und Berechnungen. Automatisierter Aktualisierungsprozess und Verarbeitung von inkrementellen Datenlieferungen (Change Data Capture)
Architektur Den Anforderungen des unternehmensweiten Data Warehouse wird eine Core DWH-Architektur mit zentralem Ansatz in besonderer Weise gerecht. Hierbei werden die relevanten Informationen unternehmensweit gesammelt, bereinigt, aufbereitet und in einem zentralen Datenpool gespeichert. Aus dem zentralen Core DWH werden für die einzelnen Analysebereiche auswerteorientierte Data Marts abgeleitet. Für Spezialanalysen steht das Core DWH im direkten Zugriff zur Verfügung. Das Core DWH ist mit Oracle 10g realisiert. Für den ETL-Prozess wird mit Informatica Power-Center eine zentrale Plattform für die Datenintegration für dispositive wie auch operative Zwecke aufgebaut. Die bestehende SAS Infrastruktur wird für das unternehmensweite Data Warehouse um den SAS BI-Server erweitert.
Generierter Nutzen Durch das unternehmensweite Data Warehouse wird der folgende Nutzen für die Suva generiert:
Zeitnahe Bereitstellung unternehmensweiter Steuerungsinformationen und einer einheitlichen Datenbasis für die Statistik sowie Schaffung von mehr Transparenz Schaffung einheitlicher und dokumentierter Definitionen und Berechnungen von Strukturen und Kennzahlen Bereitstellung einer leistungsfähigen Architektur für die Erweiterung um zukünftige Analysebedürfnisse Reduktion der Architektur- und Komponentenkomplexität sowie eine weitgehende Automatisierung des Datenaufbereitungsprozesses und damit einhergehend die Reduktion der Betriebs- und Wartungskosten Aufbau eines DWH Competence-Centers, welches aus der Fachabteilung heraus den Betrieb und die Weiterentwicklung des Data Warehouse betreut

Leistungen der saracus Die saracus hat als kompetenter Partner die folgenden Leistungen erbracht:
Erstellung des Grobkonzeptes für das unternehmensweites Data Warehouse mit aus fachlicher (Definition und Priorisierung der Analysebereiche, Erstellung Programmplan), technischer (Daten, Hard- und Software) und organisatorischer (Projekt und Betriebsorganisation) Sicht. Detailkonzeption und Implementierung der ersten Realisierungsprojekte. Hierbei hat die saracus die Gesamtverantwortung für die Bereiche Projektleitung, Modellierung, Datenbewirtschaftung sowie Analyse & Reporting übernommen. Langfristige Betreuung bei Betrieb und Weiterentwicklung der Lösung.
Herausforderungen Das Projekt unternehmensweites Data Warehouse stellte die folgenden Herausforderungen:
Steuerung und Koordination von drei Projektteams für den Aufbau der Basisinfrastruktur sowie die beiden Realisierungsprojekte Management der Anforderungen und Erwartungen aus mehreren Abteilungen und Hierarchieebenen Sicherung der Datenqualität für historische Daten (bis 1918) mit unterschiedlichen Schlüsselsystemen, Granularitäten und Berechnungsregeln. Einsatz neuer Produkte und Technologien
Fazit Das unternehmensweite Data Warehouse hat mit der Umsetzung der ersten beiden Realisierungseinheiten eine umfassende Datenbasis für Analyse und Statistik innerhalb der Suva geschaffen. In weiteren Realisierungseinheiten wird diese Datenbasis weiter ausgebaut.
saracus - Ein kompetenter Partner Speziell die Erfahrungen im Hinblick auf unterschiedliche Architekturen sowie die Erfahrungen bei Konzeptionierung und Implementierung haben die saracus consulting zu einem wertvollen Beratungs- und Integrationspartner für die Suva gemacht.
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