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Stammdaten- /Metadatenmanagement

Stammdaten-Management ist ein weitreichendes Thema, welches sowohl in operativen wie auch in dispositiven Systemen eine essentielle Rolle spielt, jedoch bei der Konzeption häufig vernachlässigt wird. Unter Stammdaten sind all diejenigen Daten und Informationen zu verstehen, welche zur Klassifizierung und Einordnung von Objekten dienen, wie etwa Organisations-, Kunden- oder auch Vertragsdaten.

Das klassische Problem bei der Verwendung dieser Daten in der Praxis ist immer, dass sie nicht aktuell an mehreren Orten gepflegt werden, ohne das es eine zentrale Stelle zur Konsolidierung und Weiterverwendung gäbe. So können beispielsweise Kundendaten über sehr viele Kanäle in die Systeme gelangen, sei es per Brief über den Sachbearbeiter durch das Partnersystem, per Telefon über den Call-Center Agent durch das Call-Center System, per Internet durch den Internetauftritt, etc. 

Tritt der Call-Center Agent mit dem Kunden in Kontakt, benötigt er die aktuellsten Kundendaten, egal durch welchen Kanal sie aufgenommen wurden. Diese Funktionalität wird sehr häufig erst durch Warehouse Systeme bereitgestellt. Dabei können Probleme auftreten, falls mehrere Systeme unterschiedliche Daten haben. 

Hier ist das führende System zu definieren, dessen Daten als "glaubwürdig" eingestuft und übernommen werden. Natürlich ist ein nachgelagerter Abgleich dann sinnvoll. Die Umsetzung des Stammdaten-Managements ist somit ein zentraler Schwerpunkt, den saracus in seinen vielfältigen Ausprägungen konzipiert und umgesetzt hat.

Metadaten lassen sich vereinfacht als Daten über Daten beschreiben. Metadaten sind nicht nur für die Entwicklung und Betreiben eines Data-Warehouses sondern auch für andere DV-gestützte Systeme von großer Bedeutung. Metadaten dienen als Informationsquelle für Anwender und Entwickler sowie zur Steuerung von Prozessen wie beispielsweise des ETL-Prozesses.  

Mögliche Metadaten sind in diesem Zusammenhang:

  • die Anzahl extrahierter / transformierter Zeilen
  • Anzahl geladener/wartender/ abgewiesener Zeilen
  • Laufzeiten für die einzelnen ETL-Jobs
  • Ressourcenverbrauch wie CPU und Plattenspeicher
  • Laufzeitenfehler (out of disk space, database down)
  • bewegte Datenmengen, Maßzahlen, Prüfsummen

 
Wichtige Metadaten über den Analyseprozess (z.B. Reporting und Ad-hoc-Analyse) sind:

  • Query-Zeiten
  • Anzahl gelieferter Zeilen bzw. verarbeiteter Zeilen
  • Antwortzeiten
  • Nutzungshäufigkeiten von Berichten

Metadaten lassen sich nach verschiedenen Kriterien klassifizieren wie beispielsweise Business- und technische Metadaten. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind aktive, semiaktive bzw. passive Metadaten.

Die Vision ist die automatische Selbststeuerung der gesamten DWH-Prozesse durch ein aktives Metadatenmanagement aller beteiligten Komponenten. saracus hat durch jahrelange Erfahrung das richtige Augenmaß für ein wirtschaftliches Metadatenmangement. Denn der Aufbau eines unternehmensweiten Metadaten-Repositories bedeutet häufig eine außerordentliche Investition und der Nutzen ist vordergründig nicht in dem Maße erkennbar. Deshalb ist häufig der Austausch der relevanten Metadaten zwischen den eingesetzten DWH-Komponenten (z.B. ETL-Tool und Frontend-Tool) ein sinnvoller Lösungsweg.

 
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